Die Nutzung einer Nitratbindenden Kultur in einer im Umweltinteresse genutzten Fläche zieht die Einhaltung der beiden Gesetzgebungen mit sich, die für diese Kulturen gelten.

Achtung, wenn mehrere Gesetzgebungen für die Parzelle gelten, sind die strengeren Verpflichtungen einzuhalten.

Surface d’Intérêt Ecologique (SIE) 

In Zusammenhang mit den im Umweltinteresse genutzten Flächen muss die Pflanzendecke sich aus mindestens  2 Arten zusammensetzen, die zu 2 unterschiedlichen Listen gehören, die nachstehend wiedergegeben sind  :

- Gräser : Weißhafer, Rauhafer, Knäuelgras, Schwingel, Weizen, Deutsches oder Italienisches Weidelgras, Roggen, Tritikale
- Léguminosen : Ackerbohne, Platterbse, Hornklee, Futtererbse, die Kleearten, Futter-Wicke oder Zottelwicke
- Kreuzblütler : Futterkohl, Senf, Futterrettich, Leindotter
- Weitere Gattungen : Lein, Ramtillkraut, Phazelie, Buchweizen, SonnenblumeAußerdem muss der Bewirtschafter, der im Umweltinteresse genutzte Flächen anlegt, die unterschiedlichen Arbeitsschritte in einem Weideregister schriftlich festlegen, bei dem es sich um das Register handeln kann, in dem die verwendeten Pflanzenschutzmittel in einer chronologischen Reihenfolge aufgelistet sind. Die Informationen, die in diesem Dokument angegeben sein müssen: die Identifikation der Parzelle, die Zusammensetzung der Decke, die Saatzeiten, der Zeitpunkt der Vernichtung und der Ernte (wenn erlaubt).
Und schließlich nicht vergessen: 1 ha, der als Nitratbindende Kultur angegeben ist, kann nur 0,3 ha von einer im Umweltinteresse genutzten Fläche ausmachen.

Und schließlich nicht vergessen: 1 ha, der als Nitratbindende Kultur angegeben ist, kann nur 0,3 ha von einer im Umweltinteresse genutzten Fläche ausmachen. 

FAQ - Nutzung einer Zwischenkultur als Nitratfalle auf im Umweltinteresse genutzten Flächen

Weidelgrasarten auf im Umweltinteresse genutzten Flächen dürfen in der Flächenerklärung in dem Jahr, das auf ihren Anbau folgt, nicht als Wechselgrünland angegeben werden, ausgenommen in den Fällen, wo sie zusammen mit der Hauptfrucht als Untersaat ausgesät worden sind. Diese Gegebenheit wird in den Flächenerklärungen von der Verwaltung geprüft. Die Untersaat kann somit dem Anbau von Wechselgrünland dienen, das im darauf folgenden Jahr als solches angegeben wird.

Aus gesetzlicher Sicht:
In Zusammenhang mit dem Programm zum nachhaltigen Stickstoffmanagement ist es erlaubt die Decke zwischen dem 15.2. und dem 15.9. mit Mineralstickstoff zu düngen.
Aus agrarwissenschaftlicher Sicht:
Die Mineralstickstoffdüngung ist nach dem Ausbringen von organischen Düngemitteln bzw. nach einer Kultur, die nach dem Abernten eine hohe Menge Stickstoff zurückläßt (Lein, Kartoffeln, Erbsen usw.) nicht angemessen. Die Düngung der Pflanzendecke führt zu verstärkter Auswaschung des Stickstoffs.
Winterfeste Decken auf im Umweltinteresse genutzten Flächen: Zwischen der Aussaat und der Vernichtung, bzw. spätestens bis zum 15.2, ist mineralische Düngung verboten. 

Aus gesetzlicher Sicht:
In Zusammenhang mit dem Programm zum nachhaltigen Stickstoffmanagement ist es erlaubt während der nachstehend angegebenen Zeiträume zu düngen:
•    Für schnellwirkende Betriebsdünger: Vom 16.2 bis zum 15.9.  
•    Für Betriebsdünger mit Langzeitwirkung: Das gesamte Jahr hindurch außerhalb empfindlicher Zonen, vom 16.11 bis zum 30.9. innerhalb empfindlicher Zonen.

Allerdings ist darauf zu achten, dass die Decke nicht durch das Ausbringen von Dünger vernichtet wird. Aus agrarwissenschaftlicher Sicht: Die organische Düngung nach einer Kultur, die nach der Ernte eine große Menge an Stickstoff hinterlässt (Lein, Kartoffeln, usw.) ist nicht angemessen. Die Düngung der Pflanzendecke führt zu verstärkter Auswaschung des Stickstoffs. Im Umweltinteresse genutzte Fläche: Ohne Einschränkung.  

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