Die  Zeiträume, in denen das Ausbringen erlaubt ist, hängen nicht nur von der Parzelle und ihrem Verwendungszweck ab (befinde ich mich in empfindlicher Zone? Auf einer Anbaufläche oder Grünfläche?), sondern auch vom verwendeten Düngemitteltyp. Auch müssen Bedingungen und Mengen eingehalten werden. 

Ausbringungszeiträume

Auf Ackerfläche


Auf Grünfläche 

Dérogation du 30/09/22 :

 

Ausbringungskonditionen

Jegliche Ausbringung von organischem oder Mineralstickstoff muss den in nachstehender Tabelle angegebenen Anforderungen genügen :

  • Der Landwirt muss das Dungverbot auf schneebedecktem Boden, mit Wasser gesättigtem Boden bzw. auf einer Fläche, die nur mit Leguminosen angebaut ist, und in einer Entfernung von weniger als 6 Meter von einem Oberflächengewässer einhalten.  
  • Der Landwirt muss das Verbot zum Ausbringen von organischen schnell wirkenden Düngemitteln und von mineralischen Düngemitteln auf gefrorenem Boden einhalten. 

  • Es ist verboten während einer Zwischenkultur, die angebauten Leguminosen vorhergeht bzw. auf diese folgt, zu düngen, ausgenommen für diesen letzten Fall, wenn das Ausbringen auf eine Dungempfehlung zurückgeht, die auf der Grundlage von Stickstoffbodenprofilen erstellt worden ist.
  • Er muss das Verbot der Ausbringung organischer Düngemittel auf Ackerflächen auf den Böden einhalten, deren Gefälle mehr als 15 % beträgt
  • Il doit respecter l’interdiction d’épandage sur terres arables de fertilisants organiques sur les sols dont la pente est supérieure à 15%
  • Der Landwirt muss die Bestimmungen in Zusammenhang mit dem nachhaltigen Stickstoffmanagement in der Landwirtschaft einhalten, die in den Genehmigungen, d.h. föderale Ausnahmeregelung und regionales Nutzungszertifikat, auferlegt werden.

Ausbringungsmengen

Eine Frage zu den erlaubten Ausbringungsmengen? Siehe unsere Seite "Erlaubte Ausbringungsmengen"

Austauschbörse für Betriebsdünger

Zugang zur Austauschbörse für Betriebsdünger

FAQ - Ausbringung von Dünger

Ein mit Schnee bedeckter Boden ist ein weißer Boden. Hohe Grashalme oder Gehölzgruppen können aus dem Schnee ragen, doch der allgemeine Eindruck ist weiterhin ein weißer Boden. Innerhalb einer Parzelle stellt das Ausbringen auf dem nicht mit Schnee bedeckten Teil keinen Verstoß dar, außer wenn das Ausbringen selbst den Schnee zum Schmelzen gebracht hat. Ein mit Raureif bedeckter Boden ist kein Schneebedeckter Boden.

ür das Ausbringen aller in der Landwirtschaft genutzten Stoffe muss der im Programm zum nachhaltigen Stickstoffmanagement festgelegte Zeitplan und Ausbringungsbedingungen eingehalten werden. Für die Stoffe, die von vornherein nicht im Programm zum nachhaltigen Stickstoffmanagement (PGDA) als schnell wirkend bzw. „mit Langzeitwirkung“ gekennzeichnet worden sind, sagt Art. R 188 des PGDA aus, dass die Produkte entsprechend ihrer Wirkungsdynamik kategorisiert werden. Diese Wirkungsdynamik wird entsprechend des Ammonium (NH4)/ Gesamtstickstoff-Verhältnisses und des Kohlenstoff (C)/ Stickstoff (N)-Verhältnisses des Stoffs, wie nachstehend vorgestellt, festgelegt.

Klassifizierungsschlüssel der organischen Stoffe entsprechend ihrer Wirkungsdynamik:


                            Liser                            fumier                 

Für Klärschlamm und Schlamm aus Klärgruben müssen, unabhängig von ihrer Kategorisierung, die Ausbringungsverbote zwingend eingehalten werden, die festgelegt sind in Artikel 9 des Erlasses der Wallonischen Regierung vom 12. Januar 1995, eine Ausführung, welche die Nutzung von Klärschlamm oder Schlamm aus Aufbereitungsanlagen für Klärschlamm auf bzw. in den Böden (siehe Frage 4.12) regelt. Sonderbedingungen für das Ausbringen können ebenfalls im Nutzungszertifikat für organische Stoffe oder Klärschlamm festgelegt werden.

Die Definition von „Oberflächengewässer“ ist aus Art. 2-1 der EU-Wasser-Rahmenrichtlinie entnommen, und ist in der Wallonie in Art. 2., Spiegelstrich 34 des Wassergesetzbuches in voller Länge wiedergegeben. Zu den Oberflächengewässern gehören alle stehenden Gewässer und Fließgewässer, die sich an der Bodenoberfläche befinden, davon ausgenommen sind Küstengewässer.
Artikel R.200, 1. Abs. des Programms zum nachhaltigen Stickstoffmanagement sagt, dass „diese Distanz von 6 Meter ab dem oberen Uferrand bzw. dem Abhang, der an diesem Oberflächengewässer entlang verläuft, festgelegt wird“. Für Entwässerungsgräben und „wateringues“ ist beim Ausbringen eine Entfernung von 6M. zu wahren, wenn sich zum Zeitpunkt der Ausbringung Wasser im Graben bzw. der „wateringue“ befindet. Andernfalls beträgt sie 1 M.. Wenn zum Zeitpunkt der Ausbringung kein Wasser vorhanden ist, beträgt die einzuhaltende Distanz bei der Ausbringung 1 Meter.

Schlamm aus Abwasserbehandlungsanlagen, die von der Föderalregierung genehmigt worden sind, und in der Wallonie über ein Nutzungszertifikat verfügen, werden als „Düngemittel“ betrachtet, wodurch sie in Wassereinzugsgebieten genutzt werden dürfen. Die Föderalregierung schränkt die Nutzung von Klärschlamm aus Städten nur auf angebaute Parzellen ein. Die Nutzung auf Grünflächen ist aus hygienischen Gründen verboten. Die Regelung über die Nutzung von Schlamm (Erlass der Wallonischen Regierung vom 12.01.1995) ihrerseits verbietet die Nutzung in weniger als 10 M. Entfernung von Wasserentnahmestellen. Die Nutzungszertifikate erwähnen die gesamten Pflichten, die für die Schlämme gelten könnten (Lagerung, Nutzung, ministerielle Einschränkungen, usw.). 

Das Programm zum nachhaltigen Stickstoffmanagement legt in puncto „Dünger“ Vorschriften dar, die wie nachstehend in Artikel 188, 14. Spiegelstrich festgelegt sind. Dementsprechend ist Dünger jeglicher Stoff, der stickstoffhaltige Bestandteile enthält und zur Düngung von Pflanzen bestimmt ist. Bei organischen Düngemitteln handelt es sich um „jeglichen Dünger, der aus einem organischen Stoff gewonnen wird, davon ausgenommen sind Anbaurückstände, die nach der Ernte an Ort und Stelle liegen gelassen werden“. Sobald die Luzerne geerntet und auf eine andere Parzelle ausgebracht wird, kann man sie nicht mehr als einen Anbaurückstand betrachten, der vor Ort liegen gelassen wurde. Es handelt sich somit um organischen Dünger, für dessen Ausbringung das Programm zum nachhaltigen Stickstoffmanagement gilt.

Anmelden und Sie erhalten den Newsletter!