Die tägliche Forschungsarbeit der Gembloux Agro Bio-Tech, der UCLouvain und des Wallonischen Zentrums für Agrarforschung CRA-W erweist sich für die Aufgaben der PROTECT'eau als überlebenswichtig. In der Wissenschaft koordinieren diese drei Partner ihre Forschungsarbeiten, um die Entwicklung von Praktiken in der Landwirtschaft voranzubringen, damit das Stickstoff- und Pflanzenschutzmanagement nachhaltiger gestaltet wird

Ensemble, nous formons la structure d'encadrement

La structure de PROTECT'eau 

    CRA-W - Das Wallonische Zentrum für Agrarforschung 

     

    Eine beteiligte Partei im Dienste der Bürger, Verbraucher, der Wirtschaft und des Übergangs zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft in der Wallonie.

    Mit den Themenbereichen der Forschung möchte man die Auswirkungen der Praktiken in der Landwirtschaft auf die Naturlandschaften verstehen, wobei den Böden und Wasserressourcen besondere Aufmerksamkeit zukommt. Es werden Indikatoren und angemessene Analyse- und Monitoring-Tools entwickelt. Dank der Forschung können zudem Anreize und innovative Anbausysteme angeboten werden, die nachhaltige Landwirtschaft garantieren.
    Konkret dienen die entworfenen Projekte dazu den Transfer von Pestiziden oder Verunreinigern, die aus der Landwirtschaft stammen, zu untersuchen und in Umweltbereichen Modelle dazu zu erstellen. Dies erfolgt damit sodann Instrumente zum Management bzw. zur Vorbeugung von Risiken zugunsten des Landwirts entwickelt werden.

    Weitere Informationen? 

    • INVENT'eau : Ein Verzeichnis der Kenntnisse zum Management von Pflanzenschutzmitteln.  
    • INDIC'eau : Ein Indikator des Risikos beim Transfer von Pestiziden zur Wasserressource im landwirtschaftlichen Betrieb.

    GRENeRA –  Gembloux Agro-Bio Tech

     

    Gembloux Agro-Bio Tech stellt mehrere Aufgaben innerhalb der Struktur sicher, darunter einige (1, 2, 5, 6) in Koordination mit der UCLouvain :

    1. Survey Surfaces Agricoles: Ein Netz bestehend aus Parzellen, die von Landwirten bewirtschaftet werden, wobei jährliche Referenzwerte zum Potentiell Auswaschbaren Stickstoff (PAS) aufgestellt werden.
    2. Experimente in Zusammenhang mit dem Stickstoffmanagement (hauptsächlich im Bereich Stickstoffdüngung von Kulturen, wie z. B. Raps und Kartoffel).
    3. Verwaltung der Observatorien (Wassereinzugsgebiet und 8 Lysimeter im freien Feld), um zu bewerten inwiefern die Praktiken sich auf den PAS und die Qualität des Sickerwassers auswirken.
    4. Verwaltung der 10 Lysimeter auf Grünfläche, um zu bewerten, inwiefern die Daten, an denen Stickstoff ausgebracht worden ist (Gülle und Kunstdünger) sich auf die Futtermittelproduktion und die Auswaschung von Nitrat im Boden auswirken.
    5. Die aus diesen Kontrollen gewonnenen Erkenntnisse werden den Beratern von PROTECT'eau mitgeteilt.
    6. Bewertung des Programms zum nachhaltigen Stickstoffmanagement und Prüfungsvorschlag an den ÖDW.
    7. Ausarbeitung von Diagnosen und Aktionsprogrammen zwecks Wiederherstellung der Wassergüte von Wassereinzugsgebieten, die mit Nitrat verschmutzt sind.
    8. Aufstellen von Instrumenten (Lysometerzylinder), Einrichten von Bodenanalysen und Kontrolle der Wassergüte in den Wassereinzugsgebieten der Wasserfassungen.
    9. Übermittlung dieser Beobachtungen an die Berater von PROTECT'eau zwecks gemeinsamen Verständnisses und/oder Beteiligung an den Aktionen, die PROTECT'eau vor Ort durchführt.

    Elia - UCLouvain

     

    Die UCLouvain unterstützt die wissenschaftliche Struktur von PROTECT'eau mit ELIA (Earth and Life Institute). Dabei handelt es sich um die agrarwissenschaftliche Abteilung der Universität. Das Thema Stickstoff bildet dabei den Schwerpunkt ihrer Aktionen und Aufgaben:

    • Erstellen jährlicher Referenzwerte zu Potentiell auswaschbarem Stickstoff (PAS), indem das Stickstoffmanagement kontrolliert und Stickstoffrückstände in den Parzellen, die bei der Survey Surfaces Agricoles (SSA, Vermessung landwirtschaftlicher Nutzflächen) einbezogen sind, gemessen werden.
    • Bereitstellen wissenschaftlicher Grundlagen für die Aktion der Beraterteams der VoG, indem Experimente zu verschiedenen Themen durchgeführt werden, die mit dem Schutz der Wasserressourcen zusammenhängen:
      • Bewirtschaftung von Zwischenkulturen, insbesondere Zwischenkulturen als Nitratfallen mit unterschiedlichen zusätzlichen Zielen (Futtermittel, Biomasse, Gründünger, Biovielfalt, usw.),
      • Organische und mineralische Düngung von Kulturen und Grünland,
      • Bewirtschaftung mit Betriebsdünger (Lagerung, Ausbringung, Biomethanisierung, usw.),
      • Biologische Landwirtschaft,
      • Kulturen mit niedrigem Input,
      • Leguminosen und Assoziationen in Kulturen und Grünland/ Futtermitteln.   
    • Technische und wissenschaftliche Unterstützung bei der Durchführung von Aktionen zwecks Sensibilisierung, Vorführung, allgemeinverständlicher Darlegung, d.h. Einrichten einer Kontaktstelle, Ernten, Messung von Rückständen, usw. 
    • Schaffung eines Systems der Bezahlung von Landwirten zum Schutz von Wasserressourcen in Zonen, in denen ein Vertrag zum Schutz von Wasserentnahmestellen gilt, insbesondere das Verfassen von Lastenheften, Kontrolle und Bewertung der Messungen in Wasserentnahmestellen (Mesures Eau Captage, MECAP)
    • Teilnahme an der Bewertung des Programms für Stickstoffmanagement sowie Ausarbeitung von Vorschlägen zu dessen regelmäßig wiederkehrenden Revision für die ÖDW.
    • Zusammenarbeit an Aktionen unterschiedlicher Strukturen (Versuchszentren und Vereinigungen), insbesondere Teilnahme an wissenschaftlichen Ausschüssen und Versuchsausschüssen, und Zusammenarbeit an Experimenten zum Schutz von Wasserressourcen.
    • Weitergabe von Kenntnissen und wissenschaftliche Unterstützung für die Berater der PROTECT'eau.

     

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